Die Blende ist wohl der für Anfänger am schwierigsten zu erklärende Faktor der Fotografie.
Wie ich bereits im vorangegangenen Artikel geschrieben habe, handelt es sich bei der Blende um eine variable Öffnung in einem Objektiv.
Warum variabel und warum im Objektiv fragst du dich jetzt. Ganz einfach:
Durch ein recht langes Objektiv kommt natürlich weniger Licht als durch ein kürzeres, genauso verhält es sich mit dem Durchmesser der Linsen. Kurzum: alle Objektive sind unterschiedlich in ihrer Lichtdurchlässigkeit, also benötige ich eine Blende im Objektiv die variabel ist und bei gleicher Blendeneinstellung von z.B. f4 genau so viel Licht auf den Sensor fallen läßt wie ein Objektiv anderer Bauart, das auch auf Blende f4 eingestellt ist. Somit erhält man die Möglichkeit Objektive miteinander zu vergleichen.
Doch die Blende beeinflusst nicht nur die Lichtmenge, die auf den Sensor / Film fällt, nein sie ist auch verantwortlich für die Tiefenschärfe.
Wie die Vorgänge auf der technischen Seite sind, möchte ich hier nicht ausführen. Ich finde es ganz gut wie Scott Kelby es in seinem Buch “Digitale Fotografie - Das grosse Buch” (siehe Buchtipps) beschreibt:
Sinngemäß: “Du willst das der Vordergrund scharf und der Hintergrund unscharf wird ? Nimm eine kleine Blendenzahl z.b. 2,8! Du willst Schärfe von Vordergrund bis Hintergrund ? Dann nimm eine große Blendenzahl z.B. 11!”
Hier zwei Beispielfotos:
Blende f2.8
Blende f11
An den Beispielen wird deutlich wie sich die Blende auf den Hintergrund auswirkt, kleine Blendenzahl - unscharfer Hintergrund, grosse Blendenzahl - schärferer Hintergrund.
Dieser Effekt läßt sich wunderbar in die Bildaussage mit einbeziehen z.B. bei Porträts, hier kann die Person durch den richtigen Einsatz der Blende wunderbar vom Hintergrund separiert werden.
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