Der Grauverlauf-Filter ist im Prinzip ein halbierter ND-Filter, d.h. er hat einen Tönungsverlauf von einer starken hin zu einer leichten Tönung.
Wozu braucht man so ein Ding ?
Meine persönliche Meinung dazu ist das man ihn in der digitalen Fotografie eigentlich nicht mehr benötigt. Bildbearbeitungsprogramme wie zum Beispiel Photoshop oder Lightroom verfügen über eine Verlauf-Funktion, die den Effekt am Rechner nachbilden.
Nun aber zur Funktionsweise: Man kann den Filter nutzen um den Himmel abzudunkeln, bei eintönigem Himmel läßt sich auf diese Weise etwas mehr Dramatik ins Bild bringen. Ebenso kann man ihn bei Sonnenuntergängen benutzen, um den Himmel abzudunkeln und so eine gleichmäßigere Belichtung zu erreichen.
Wer keine Lust auf Bildbearbeitung hat, nutzt ihn trotzdem noch.
Wenn man sich dazu entschliessen sollte einen Verlaufsfilter anzuschaffen, so würde ich zu dem System von Cokin raten. Normale Einschraubfilter haben ihren Verlauf genau in der Mitte und was lernt man als allererste Regel in der Landschaftsfotografie ? Richtig, Horizont nie mittig platzieren, also habe ich mit dem Schraubfilter schon schlechte Karten …
Zurück zum Cokin System, hier kauft man einen Filterhalter, der Durchmesserunabhängig ist. Je nach Objektiv setzt man einen Adapter an den Halter. Der Filter selber ist eine viereckige Scheibe, die in den Halter eingeschoben wird. Dank dieser cleveren Methode läßt sich durch herausziehen oder reinschieben der Verlauf genau dort platzieren, wo er benötigt wird.
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