Vor einiger Zeit hatte ich hier das Bild burning man in dem Artikel “darf man sich selbst anzünden” vorgestellt.
Luther2K hatte mich um ein kleines Tutorial gebeten, nun möchte ich dieser Bitte nachkommen.
Am Anfang steht ein Selbstporträt von mir, ich habe mich dabei für eine plastische Ausleuchtung mit Hilfe von drei Blitzen entschieden. Diese stehen im 45 Grad winkel jeweils links und rechts von mir, sie sorgen für ein Streiflicht von beiden Seiten.
Ein dritter Blitz beleuchtet mich frontal. Mit den Einstellungen habe ich solange gespielt, bis ich mit den Konturen zufrieden war.
Ein kleiner Tipp: um einen etwas muskulöseren Look zu haben, schmierte ich mich vorher noch mit Bodylotion ein, die etwas Glanz auf der Haut verleiht.
Um die Kontraste noch zu erhöhen habe ich eine doppelte RAW Konvertierung angewendet (habe ich im Online Kurs Streetsoccer von Calvin Hollywood gelernt), d.h. aus einem RAW Foto wird durch drücken der Shift Taste in Adobe Bridge und anschließendem Klick auf “Objekt öffnen” als Smart Objekt in Photoshop geöffnet. Durch Rechtsklick und Wahl der Option neues Smart Objekt durch Kopie, wird das Bild dupliziert. Klickt man nun auf das zweite Foto, öffnet sich wieder Bridge mit dem RAW-Entwicklungsdialog. Hier werden nun die Regler Sättigung auf 0, Kontrast, Klarheit und Reparatur auf 100, Fülllicht auf 55. Danach wieder zurück nach Photoshop und dort die Ebeneneigenschaft auf Luminanz stellen. Diese Maßnahme erhöht den Kontrast schon enorm.
Nun bringe ich mich zum Glühen, das funktioniert ganz einfach, man nutzt unter Filter, Renderfilter den Wolkenfilter. WICHTIG: Die beiden Farben, die zu diesem Zeitpunkt gewählt sind werden für die Wolken benutzt. Hier empfiehlt es sich Als Hintergrundfarbe schwarz zu wählen und und als Vordergrundfarbe mit der Pippette einen Farbton von dem Feuer aufnehmen, welches nachher montiert werden soll. Die Wolkenebene auf die Eigenschaft ineinanderkopieren einstellen und mittels Ebenenmaske dort anwenden, wo sie benutzt werden soll.
Mit einer Einstellungsebene Farbton/Sättigung kann man den Farben noch etwas auf die Sprünge helfen. Der nächste Schritt war das Nachmodellieren des Körpers mittels dodge and burn weil durch das Verrechnen der Wolkenebene mit dem Bild Details verloren gingen.
Um ganz sicher zu gehen das die Farbtöne meines bisher bearbeiteten Bildes mit denen aus dem zu montierenden Feuer stimmen habe ich nochmal die Option Bild, Korrekturen, Gleiche Farbe gewählt und als Quelle das Bild mit dem Feuer benutzt.
Der Rest ist nur noch ein Kinderspiel, nun werden Flammen oder Flammenteile jeweils auf einer Ebene über das Bild gelegt, mit Ebenenmasken an den betreffenden Stellen eingeblendet und ggf. transformiert oder ähnliches. Solange bis alles gefällt.
Das war schon alles, gar nicht so wild oder ?
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